SAUERSTOFF - LUFTVERSCHMUTZUNG

Lebensspender - / - Sauerstoffmangel - / - die Antwort... - / - Wirkung

 

Seminararbeit an der Universität Hannover
über Luftverschmutzung / Smok / Staub

Mit dem Begriff „Smog" wird allgemein die Anreicherung von Verbrennungsprodukten, wie Kohlen- und Schwefeldioxid, Kohlenwasserstoffen oder Ozon, in der Luft bezeichnet. Der Ausdruck setzt sich zusammen aus den beiden englischen Wörtern „smoke" für „Rauch" und „fog" für „Nebel". In gewisser Weise irreführend ist diese Abstammung, da bei Smogzuständen nicht zwingend Nebel oder Rauch erkennbar sein müssen. Smog entsteht häufig bei sogenannter „Inversionswetterlage". Das bedeutet, daß sich anders als bei normaler Wetterlage, kalter Luftschichten unterhalb von warmen befinden. Dies führt dazu, daß die untere, kalte Luft nicht aufsteigen kann, da sie schwerer ist als die darüberliegende, und somit keine oder nur wenige Luftbewegungen möglich sind. Man spricht auch von austauscharmer Wetterlage, da ein Abführen von bodennahen Luftschadstoffen in höhere Luftschichten nicht erfolgen kann, sondern diese sich im Gegenteil in den unteren Schichten schnell in hohen Konzentrationen anreichern.
Grundsätzlich unterscheidet man in zwei Arten von Smog:

1. Sommer-Smog (auch Photosmog oder Los -Angeles-Smog) Dieser wurde zuerst in den 40er Jahren in Los Angeles beobachtet. Dort herrscht ständig hohe Sonneneinstrahlung und damit verbunden häufig Inversionswetterlage. Bereits vorhandene Luftschadstoffe werden durch die Sonneneinstrahlung in chemisch aggressive Substanzen, sogenannte Photooxidantien umgewandelt. Diese wiederum haben oxidierende Wirkung auf andere Stoffe. So sind sie unter anderem verantwortlich für die Oxidation von Schwefeldioxiden zu Schwefelsäure und damit verbunden der Entstehung von Saurem Regen, aber auch für die Bildung von Ozon.

2. Wintersmog (auch Saurer Smog, Londonsmog) Dieser trat bereits um die Jahrhundertwende in London auf. Voraussetzung ist auch hier wieder eine Inversionswetterlage, die häufig im Winter auftritt. Die Luft in Bodennähe wird dabei stark angereichert mit Schwefeldioxid und Stäuben.
Besonders die Ballungsgebiete sind in verstärktem Maß smoggefährdet, da hier die Luftbelastung von vornherein besonders hoch ist.
Hauptauslöser für Smog sind Kraftwerke (60% der SO2 - Produktion), Kraftfahrzeuge (55% der NOx - Produktion, 70% der CO-Produktion), sowie Industrie- und Gewerbebetriebe und Haushalte. Weitere Schadstoffe sind Stickoxide, Kohlenwasserstoffe und Stäube.
Smog hat vor allem auf die Schleimhäute der Atemwege und der Augen reizende Wirkung. Besonders gefährdet sind Menschen mit Herz-, Bronchial- und Kreislaufleiden, sowie Asthmatiker, kleine Kinder und alte Menschen. Der Smog wird auch verantwortlich gemacht für die Entstehung des Pseudokrupp bei Kindern, der in Ballungsgebieten verstärkt auftritt.
Besondere Bedeutung hat der Feinstaub, da er von Menschen eingeatmet werden kann und sich in der Lunge ablagert, bzw. ansammelt. Die Partikel werden in die Deckzellen der Lunge aufgenommen und verursachen starke Belastung des Gewebes. Atemnot und Reizhusten sind die Folge. Außerdem können die weiteren Atemorgane geschädigt werden.

Umweltschädliche Stoffe, die im Staub enthalten sein können, sind z.B. Blei, Cadmium, Arsen, Nickel, Nitrate, Sulfate und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe. Sie können chronische Atemwegserkrankungen hervorrufen und zu Vergiftungserscheinungen führen. Besonders gefährlich sind faserförmige Stäube, wie Asbest, aufgrund ihrer cancerogenen Eigenschaften.
Stäube haben auch einen schädigenden Einfluß auf die Photosynthese der Pflanzen. Die Spaltöffnungen werden verstopft und so kann kein lebensnotwendiges CO2 mehr in das Blatt gelangen und kein O2 mehr entweichen. Außerdem führt der entstehende Lichtmangel zu einer verminderten Photosyntheserate.

In unserer heutigen Industriegesellschaft leben wir in einer Welt, die starken anthropogen verursachten Veränderungen unterworfen ist. Sie wird immer mehr von Menschen beherrscht, die auf Kosten der Umwelt leben, konsumieren und die Natur ausbeuten. Ende der siebziger Jahre bildete sich daher eine Bewegung heraus, die auf die immer stärker werdende Naturzerstörung aufmerksam machte. Sie verdeutlichte, daß unsere zum Leben notwendigsten Ressourcen – Boden, Wasser und Luft – bedroht sind, und daß wir ohne sie auf längere Sicht nicht in der Lage sein werden, zu überleben.

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