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DIE LEBENSNOTWENDIGEN ELEMENTE FÜR ALLES LEBEN ... SAUERSTOFF UND WASSER VEREINIGT IN ENERGIE PLUS |
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Bericht
von
Dr. med Martiny
Bad Salzschlirf, 25.4. 97
Ich möchte Ihnen über den Fortgang der Studie, die wir hier bei Tinnitus- Patienten seit etwa 2 Wochen durchführen, berichten. Diese Studie wird in einer Doppel- Blindform durchgeführt. Es sind Patienten der Tinnitus- Liga, die unter der Leitung von Herrn Detlev Dittmar, Buchenweg 2, in Flieden- Rückers steht. Es sind insgesamt etwa 20 Patienten, die an dieser Studie teilnehmen.
Die Studie hat begonnen mit einer Informationsveranstaltung am Samstag, den 12.4. 97 hier bei uns in den Tagungsräumen. Dort haben wir die Patienten über den Verlauf aufgeklärt und informiert.
Wir haben 3 Gruppen gebildet.
Die 1.Gruppe
bekommt mit Kohlensäure angereichertes Mineralwasser ohne Zusatz von Sauerstoff.
Die 2. Gruppe
bekommt sauerstoffhaltiges Wasser.
Die 3. Gruppe
bekommt sauerstoffhaltiges Wasser und Akupunkturen.
Die Wirkung der Akupunktur auf den Tinnitus ist mir ja seit langem bekannt und hat etwa eine Erfolgschance von 10- 15%. Diese Erfahrung hat auch das Ludwig- Boltzmann- Institut für Akupunktur (Prof. Bischko) in Wien gemacht. Die Patienten selber sind nicht orientiert, wer nun Sauerstoffwasser oder normales Mineralwasser bekommt. Geschmacklich ist ein Unterschied nicht festzustellen.
Auch ich selber als Leiter der Studie bin im Sinne der Doppel- Blindfeldstudie nicht orientiert, welche Patienten Sauerstoffwasser und welche reines Mineralwasser bekommen. Die von Ihnen entworfenen Fragebogen haben wir noch etwas auf den Tinnitus ergänzt. Jeder Patient hat eine Mappe bekommen, in der 6 dieser Fragebögen, die für eine Woche enthalten sind. Die Patienten müssen dann jede Woche ankreuzen, wie sich ihr Befinden und ihr Tinnitus verändert hat. Am Schluss der Studie, die etwa bis zum 28.5.97 läuft, werde ich dann die gesamten Akten zur Auswertung bekommen. Ich meine, dass in diesem Falle doch sehr gut gesagt werden kann, wie die Wirkung des Sauerstoffwassers beim Tinnitus und evtl. in Verbindung mit Akupunktur sein wird.
Ich selber habe mich in den letzten Monaten sehr intensiv mit diesem Thema befaßt und sehe immer wieder, daß die übliche Therapie an den Kliniken, in denen Tinnitus therapiert wird, sich vorwiegend auf die Psycho Therapie konzentrieren, d. h. es sind meistens psycho- somatische Kliniken, die den Tinnitus nur nebenbei behandeln. Außerdem wird die Sauerstoff- Überdruckmethode angewendet, die in sehr vielen Fällen eher eine Verschlechterung mit sich bringt. Sinnvoll ist diese Methode eigentlich nur beim akuten Tinnitus, den wir ja eigentlich nie zur Behandlung bekommen. Die Patienten kommen nun einmal in der Woche zu mir und bringen ihre ausgefüllten Formulare mit. Zu Beginn habe ich mit den Patienten ausführlich über die ganze Thematik gesprochen und Blutdruck und Sauerstoff- Kapazität mit dem Pulso- Oxymeter bestimmt.
Wie ich Ihnen ja schon schrieb, sind beim Pulso- Oxymeter die Normalwerte zwischen 95 % und 98 %. Selbstverständlich wird man bei rel. Jungen, sonst gesunden Menschen keine wesentliche Herabsetzung der Sauerstoffkapazität finden, jedoch geht es mir hier mehr um die Beobachtung des Verlaufes dieser Werte. Ich habe bei vielen Patienten doch deutlich niedrigere Werte, meistens an der unteren Normgrenze gefunden. Die Bestimmung mit dem Puls- Oxymeter NONIN ist meiner Ansicht nach zur Kontrolle der Sauerstoffkapazität am günstigsten und am wenigsten aufwendig. Andere Methoden sind ja nur auf blutiger Messung zu erzielen und bringen meiner Ansicht nach auch nicht viel mehr. Ich bin der Ansicht, dass man zur Kontrolle der Besserung der Beschwerden
vordringlich die subjektiven Beschwerden der Patienten bewerten soll und die Messung der Sauerstoffkapazität. Leider kann ich die Studie nur 6 Wochen durchführen, da ich anschließend 3 Wochen Urlaub mache. Trotzdem möchte ich gerne die Wirkung des Sauerstoffes auch bei anderen Befindlichkeitsstörungen, die ja doch am meisten eine Rolle spielen, weiterhin durchführen und im Sinne einer Langzeit- Beobachtung kontrollieren.
Nach den bisherigen Ergebnissen kann man eindeutig sagen, dass das Allgemeinbefinden der Patienten deutlich besser ist, nach regelmäßiger Anwendung des Sauerstoffwassers.
Allerdings sind natürlich auch umgekehrte Reaktionen zu beobachten. So habe ich einen Patienten gehabt, der nach der Gabe von 3 Flaschen Sauerstoffwasser etwas über Schwindel geklagt hat. Ich meine, dass die Dosierung sehr wichtig ist. Wir haben die Dosis auf 2 Flaschen beschränkt. Die weitere Erfahrung muss natürlich nun zeigen, wie die Dosierung auf die Dauer weiter erfolgen sollte. Ich könnte mir gut vorstellen, dass das Körpergewicht auch eine bestimmte Rolle spielt. Menschen, die groß und korpulent sind, brauchen sicherlich mehr Sauerstoff als kleine, schmächtige Konstitutionstypen.
Selbstverständlich kann man beim Tinnitus auch andere Therapien zusätzlich anwenden, allerdings habe ich das nicht getan, um den Überblick nicht zu verlieren. Die Akupunktur ist für mich die einzige zusätzliche Therapie, die ich hier mache. Wie ich aus den Informationen der übrigen Kliniken ersehe, wird dort meistens eine Polypragmasie betrieben, die sehr schwer zu beurteilen ist. Man sieht häufig, dass da abenteuerliche Erfolgsergebnisse angegeben werden, die in keiner Weise mit der Wirklichkeit übereinstimmen. Sie beruhen alle nicht auf Doppel- Blindversuchen.